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Vom Klassenzimmer in die Fabrikhalle: Wie Siemens die Soft Skills in der Fertigung verbessert hat

Soft Skills for Manufacturing

Vom Klassenzimmer in die Fabrikhalle: Wie Siemens die Soft Skills in der Fertigung verbessert hat

In der sich digital wandelnden Fertigungslandschaft von heute reicht technisches Fachwissen nicht mehr aus. Unternehmen suchen zunehmend nach Fachkräften, die harte Fähigkeiten mit starken Soft Skills kombinieren können – Kommunikation, Teamwork, Anpassungsfähigkeit und Problemlösung. Siemens, ein weltweit tätiges Industrieunternehmen, steht an der Spitze dieses Wandels und hat die Entwicklung von Soft Skills in seine Schulungsprogramme integriert, um seine Betriebe und Mitarbeiter zukunftssicher zu machen.

Die Verlagerung hin zu Soft Skills

Siemens hat erkannt, dass Automatisierung und künstliche Intelligenz (KI) die Rolle der Mitarbeiter in der Industrie verändern und dass diese in die Lage versetzt werden müssen, effektiv zusammenzuarbeiten, eigenständig Entscheidungen zu treffen und mit Veränderungen umzugehen. Als Reaktion darauf hat Siemens mehrere interne europäische Initiativen gestartet, um Soft-Skills-Schulungen in seine technischen Weiterbildungsprogramme einzubinden. Damit wurde auf interne Bedürfnisse reagiert und mit externen Rahmenwerken wie dem LifeComp-Modell der EU abgestimmt, das persönliche, soziale und lernrelevante Schlüsselkompetenzen beschreibt.

Ein typisches Beispiel: Siemens-Zertifizierungsprogramm für mechatronische Systeme (SMSCP)

Ein bemerkenswertes Beispiel ist das Siemens Mechatronic Systems Certification Program (SMSCP). Dieses Programm ist zwar weithin für seine technische Strenge bekannt, aber Siemens hat es durch die Einbeziehung von Gemeinschaftsprojekten, realen Problemlösungsszenarien und Peer-Feedback-Mechanismen verbessert. Diese Elemente ermutigten die Teilnehmer, Führungsaufgaben zu übernehmen, die Gruppendynamik zu steuern und kritisch über ihre Arbeit zu reflektieren – Fähigkeiten, die sich direkt auf moderne intelligente Fabriken übertragen lassen.

Mit diesem Ansatz konnte Siemens die Kluft zwischen dem Lernen im Klassenzimmer und der Realität in der Fabrik effektiv überbrücken. Die Ausbilder berichteten von größerem Engagement, und die Lernenden entwickelten ein umfassenderes Verständnis dafür, wie Soft Skills zur Produktionseffizienz und Harmonie am Arbeitsplatz beitragen.

Eine Blaupause für Berufsbildungssysteme

Das Siemens-Modell liefert wertvolle Erkenntnisse für Berufsbildungsanbieter, die ihre Lehrpläne verbessern wollen. Durch die Integration der Entwicklung von Soft Skills in die technische Ausbildung können Berufsbildungsprogramme den Lernenden eine ganzheitlichere Ausbildung bieten, die auf die Anforderungen der Industrie abgestimmt ist. Um diesen Ansatz weiter zu verbreiten, ist Siemens auch Partnerschaften mit Bildungseinrichtungen eingegangen und bietet Mentoring und gemeinsam konzipierte Module an.

Ausrichtung auf SoftSkills4Mfg

Das Projekt SoftSkills4Mfg lässt sich von solchen bewährten Verfahren inspirieren. Unser Ziel ist es, Berufsbildungsanbieter bei der Entwicklung flexibler, gemeinsam erstellter Lehrpläne zu unterstützen, die die Soft Skills der Lernenden in der Fertigung stärken. Die Initiativen von Siemens unterstreichen, wie wichtig es ist, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden, und liefern überzeugende Argumente für den Wert von Soft Skills in der industriellen Innovation.

Auf dem Weg zur Industrie 5.0 werden kreatives Arbeiten, kritisches Denken und effektive Zusammenarbeit genauso wichtig sein wie die Beherrschung einer CNC-Maschine oder die Programmierung eines Roboters. Der Weg von Siemens bietet einen Einblick in die Zukunft der Ausbildung in der Fertigung.

Quelle:

https://www.businessinsider.com/sc/how-siemens-is-filling-hundreds-of-manufacturing-jobs?utm 

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